Nikolausfahrten auf der Industrie- und Hafenbahn

Am 10. und 11. Dezember 2016 lädt das Eisenbahnmuseum „Historischer Lokschuppen Wittenberge“ alle kleinen und großen Eisenbahnfreunde erstmals zu Nikolausfahrten auf der Industrie- und Hafenbahn ein. Die Reise mit dem historischen Uerdinger-Schienenbus der Baureihe 798 beginnt jeweils um 10.30 Uhr am Museumsbahnsteig 5 auf der ehemaligen Magdeburger Seite des Bahnhofs Wittenberge. Die Fahrt führt dann über das Gelände des Eisenbahnmuseums „Historischer Lokschuppen“ und den Bahnhof Wittenberge zur Industrie- und Hafenbahn. Unterwegs steigt der Nikolaus höchstpersönlich zu und wird alle kleinen Fahrgäste überraschen.
Die Fahrkarten für die Nikolausfahrten kosten 6,- EUR für Erwachsene und 4,- EUR für Kinder. Die Tickets können im Vorverkauf in der Touristeninformationen Wittenberge (Paul-Linke-Platz 1, 19322 Wittenberge, Telefon 03877 / 92 91 81, Touristinfo@kfh-wbge.de) erworben werden. Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Eventuell noch vorhandene Restkarten werden vor der Abfahrt des Triebwagens am Museumsbahnsteig 5 verkauft.

Projekt Beiwagen VB 197 805

Auf den folgenden Seiten wollen wir unser aktuelles Projekt vorstellen. Dabei handelt es sich um die museale Aufbereitung des Beiwagen VB 197 805.

Erste Einsätze des zunächst als VB 147 027 bezeichneten Wagens erfolgten nach Abnahme vom Bahnbetriebswerk Seddin aus. Auch in den Jahren des Zweiten Weltkrieges sowie zu den Zeiten seines Einsatzes bei der Deutschen Reichsbahn (Ost) verblieb der Wagen fast durchweg in Berliner und Brandenburgischen Bahnbetriebswerken. So waren unter anderem Frankfurt (Oder) und Templin langjährige Einsatzorte. Einsätze auf der Insel Usedom sind allerdings auch fotografisch dokumentiert. Zum Ende seiner Betriebszeit fand sich der Wagen abgestellt im Bw Jerichow wieder.

Weitere Informationen zum Wagen und zu dessen Aufarbeitung erhalten Sie hier.

Projekt Gleisbau

Im Historischen Lokschuppen Wittenberge wird nicht nur ständig an der Erhaltung der Fahrzeuge gearbeitet, sondern auch an der Gleisinfrastruktur. Denn ohne diese können wir Ihnen, sehr geehrte Besucher unseres Museums, keinen echten Betrieb vorführen. Schon früh reifte daher unser Plan, unsere beiden "Betriebshälften", nämlich die Gleisanlagen am Lokschuppen und die ehemalige Magdeburger Bahnhofsseite, miteinander zu verbinden. Wir berichteten davon schon im Jahr 2014 auf unserer Aktuelles-Seite dieser Homepage.

Weitere Informationen zu unserem Gleisbauprojekt erhalten Sie hier.

Historischer Lokschuppen Wittenberge

Brandenburgs größtes Eisenbahnmuseum

Das Bahnbetriebswerk (Bw) Wittenberge kann auf eine über 160-jährige Geschichte zurückblicken. Einst gehörte Wittenberge zu den größten Bahnbetriebswerken der Deutschen Reichsbahn (DR). Bereits 1846 nahm die Berlin-Hamburger Eisenbahn (BHE) in der Elbestadt den ersten Lokschuppen, den heutigen Schuppen III, in Betrieb. 1872 folgte eine so genannte Rotunde mit 18 Gleisen und einer in der Mitte liegenden Drehscheibe (später Schuppen I). Zwischen diesen beiden Lokschuppen entstand 1889 ein Ringschuppen, der heutige "Historische Lokschuppen". Zwei Wassertürme (1873 und 1898), verschiedene Werkstätten und Lokbehandlungsanlagen ergänzten das Bahnbetriebswerk, das bis 1915 seine heutige Ausdehnung erreichte.
In den 1960er-Jahren entwickelte sich Wittenberge zu einem Groß-Bw mit rund 1.000 Eisenbahnern und bis zu 150 Lokomotiven. Bei Eisenbahnfreunden aus aller Welt war das Bw Wittenberge vor allem für seine Dampfloks der Baureihen 015, 44Öl, 50Öl und 5035 bekannt. Erst im Frühjahr 1987 hatten in der Elbestadt die letzten Dampfloks ausgedient. Mit dem Zusammenbruch des Schienenverkehrs auf den Strecken der DR verlor auch das Bw Wittenberge in den 1990er-Jahren rasch an Bedeutung. 1997 schlossen sich dann die Schuppentore und die Natur eroberte sich langsam das Areal zurück.
Doch nach 15 Jahren Dornröschenschlaf geschah ein Wunder - Dampfloks zogen wieder in den Ringlokschuppen ein. Die Stadt Wittenberge hatte im Herbst 2010 das Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes mit seinen beiden noch vorhandenen Lokschuppen, der Drehscheibe, den Wassertürmen und den Gleisanlagen erworben. Im Sommer 2011 begann mit Fördermitteln der Europäischen Union, des Landes Brandenburg sowie des Bundes die aufwändige Sanierung und der Umbau des Ringlokschuppens zum größten Eisenbahnmuseum in Brandenburg. Im Herbst 2012 war es dann soweit - der Historische Lokschuppen öffnete wieder seine Tore.
Glanzstücke der Sammlung sind die vier für das Bw Wittenberge lange Zeit typischen Dampfloks der Baureihe 5035. Außerdem können die Besucher die kleine Werklok Emma, eine schwere Güterzuglok der Baureihe 44 sowie 7 Diesel- und 7 Kleindieselloks bewundern. Die Eisenbahnfreunde betreuen auch einen Lazarettwagen der Deutschen Reichsbahn, den Autotransportwaggon des ersten DDR-Regierungszuges und mehrere Draisinen. Neben den Loks und Wagen gehört auch das 1909 gebaute Stellwerk "Wm" zum Eisenbahnmuseum. Wer möchte, kann hier selbst einmal Hand an die Hebel legen und sich davon überzeugen, dass das Umlegen einer Weiche und das Stellen eines Signals früher schwere körperliche Arbeit war.

Öffnungszeiten außerhalb der Veranstaltungen:
vom 15.04.2017 bis 21.10.2017 samstags 10:00-17:00 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr)
in der Wintersaison und außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
Der Eintritt außerhalb der Veranstaltungen beträgt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder.
Eine Familienkarte gibt es für 10 Euro.

Dampflokfreunde Salzwedel e.V. Am Bahnhof 6, 19322 Wittenberge